Volontariat im Deutschen Werkzeugmuseum Remscheid – ein Bericht von Annette Babetzki

Ich begann 2009 an der Ruhr Universität Bochum zunächst mein Studium in Geschichte und Geographie. Später wechselte ich auf Archäologie und Kunstgeschichte. Schließlich schloss ich mein Master-Studium in Ur- und Frühgeschichte und Kunstgeschichte 2017 immer noch an der Ruhr Universität ab. Ich arbeitete danach zunächst bei einer Grabungsfirma. Danach beschloss ich bei der Museumsakademie MUSEALOG teilzunehmen. Diese schloss ich im Februar 2019 ab. Nun bin ich seit August 2019 Volontärin im Deutschen Werkzeugmuseum in der Stadt Remscheid. Nach meinem Ausflug ins Ruhrgebiet war die Rückkehr in das Bergische Land wie Heimkommen. Es hat durchaus seinen Sinn, warum das Deutsche Werkzeugmuseum, einzigartig in seiner Art, genau in Remscheid steht. Die Kleinste der Bergischen Drei hat eine weite Tradition der Werkzeugherstellung bis ins Mittelalter und beheimatet noch heute Global Player auf diesem Gebiet.

Innenansicht, Deutsches Werkzeugmuseum Remscheid

Das Deutsche Werkzeugmuseum der Stadt Remscheid ist ein Städtisches Museum, welches aber eine enge Kooperation mit anderen Bergischen Museen pflegt. Unser Team ist sehr klein und es gibt keine einzelnen Abteilungen, jeder ist für alles zuständig. Dadurch erweitert sich mein Portfolio hier immens, anstatt nur für Ausstellungen zuständig zu sein muss ich auch Rechnungen für Vermietungen schreiben und die museumspädagogischen Aktivitäten mitplanen. Eine meiner ersten Aufgaben bestand damals darin das Inventarisierungsprogramm Augias etwas aufzuräumen. Ich hatte bereits Erfahrungen mit anderer Software und mit dem erstellen von Schreibanweisungen. Vorher hatten sich nur
Laien an das Programm getraut. So erstellte ich eine Eingabemaske, in die alle wichtigen Punkte der Sammlungsobjekte kommen. Nicht nur durch die Anzahl, sondern auch durch die verschiedenen Hintergründe der Kollegen nimmt man viel mit. Bühnentechniker und Künstler bringen andere Impulse in die museale Arbeit als es nur reine „Museumsmenschen“ tun.
Es gibt immer viel Arbeit. Die nächsten Sonderausstellungen und die Museumspädagogik müssen geplant, Rechnungen kontiert, Vermietungen organisiert und nebenher noch Objekte ins System eingepflegt werden. Und für alles bin ich mit verantwortlich.